Angst

Zusammenfassung zur Blogparade: Aufstand der Antständigen – Flüchtlingsgeschichten

Zuerst muss ich zugeben, dass ich sehr traurig war, zu sehen, dass so wenige Blogger an meiner Blogparade teilgenommen haben. Ich selbst bin nicht super aktiv beim bloggen und blogge leider im Moment etwas unregelmäßig und dazu zu sehr verschiedenen Themen. Das alles trägt vermutlich dazu bei. Falls jemand noch eine andere Antwort oder Tipps hat, bin ich dankbar.

Trotzdem habe ich mich umso mehr über die Beiträge gefreut, die mich erreicht haben.

Mich hat Julias Beitrag auf ihrem Beautyblog sehr gefreut, weil sie sich mit dem wichtigen Thema auf ihrem Beautyblog auseinandersetzte. Sicher ist diese Art Beitrag ungewohnt auf einem solchen Blog und gerade das finde ich so super daran. Ich denke, egal was wir machen, welcher Arbeit wir nach gehen, welche Hobbies wir haben. Jeder von uns kann und sollte sich zu so einem wichtigen Thema äußern. Man sollte nicht denken, dass die aktuellen Auseinandersetzungen, die wir erleben, etwas sind, dass man Politikern überlassen sollte. Wir sollten uns einmischen und für mich ist jeder Beitrag wichtig.

Ich habe bereits erste Konflikte zwischen Menschen mit derselben Einstellung erlebt, die sich darum drehte, wer den wichtigeren Beitrag leistet. Da stehen Menschen eigentlich gemeinsam auf der richtigen Seite, aber sie streiten sich bis aufs Blut, weil die einen lieber schreiben, die anderen lieber unterrichten, andere nur gelegentlich ihre Meinung kundtun und wieder andere halt auf jede Demo gehen. Es zeigt, wir können nicht einmal gut sein, ohne zugleich auch böse zu sein. Ich wünsche mir ganz dringend ein friedliches Miteinander. Im Moment geht das leider manchmal verloren. Deshalb bin ich der Meinung, dass alle unsere Beiträge wichtig sind, dass sie ein positives Grundrauschen schaffen können. Wir müssen nicht alle an vorderster Front kämpfen, aber wir können alle einen Beitrag leisten!

Vielen Dank, Julia!

Ein weiterer Beitrag stammt von Eric auf der Seite gutscheine.gs.

Eric hat eine sehr schöne kleine Parabel geschrieben: Sie erzählt von einer Familie GER und einer Familie SYR. Während Familie SYR vor dem Krieg in ihrem Land fliehen muss, erlebt Familie GER nur die Auswirkungen, die die Einwanderung vieler Menschen auf ihre Heimat hat.

Im Endeffekt hat Eric es sehr gut zusammengefasst: Beide stammen aus sehr unterschiedlichen Kulturkreisen, doch beide haben Angst. Die Angst ist eigentlich das, was sie verbindet. Sie haben Angst, um die Sicherheit in ihrem Ort, um die Zukunft ihrer Kinder. Es ist unglaublich, es ist die Angst, die beide vereint und dennoch trennt und Hass entstehen lässt. Diese einfache Parabel von Erc hat mich wirklich beeindruckt.

Vielen Dank, Eric.

Anja hat mich auf die tolle Seite „Blogger für Flüchtlinge“ und den Hashtag #bloggerflüchtlinge aufmerksam gemacht. Dort habe ich viele tolle Blogbeiträge gefunden. Danke für deinen Tipp, Anja!

Am Ende möchte ich euch noch ein echtes Juwel zeigen:

Es ist ein Beitrag in Bildern (über Blogger für Flüchtlinge gefunden).

Generation Z: Die Kuschelkohorte?

Titel: Generation Z: Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt

Autor: Christian Scholz

Verlag: Wiley-VCH

Genre: Sachbuch, populärwissenschaftlich (meine Einschätzung), Fachbuch würde ich eher nicht sagen, dafür fehlt mir die Wissenschatlichkeit!

Die Einteilung in eine Generation ist eine starke Verallgemeinerung, es ist auch Spekulation. Das gibt Christian Scholz selbst zu. Er führt eine Menge interessanter Literatur an, um seine vielen Thesen zu belegen. Literatur, die wiederum selbst Thesen beinhaltet. Direkte Nachweise seiner Aussagen, z.B. durch Statistiken fehlen weitestgehend. Deshalb ist dies sicher kein wissenschaftliches Buch – allenfalls ein populär-wissenschaftliches.

Und trotzdem gelingt es ihm eine Menge interessanter Entwicklungen aufzuzeigen.

Der Großteil des Buches widmet sich der Charakterisierung der Mitglieder der Generation Z als Arbeitnehmer. Insofern ist es wohl für den klassischen PR-Berater und Recruiter eine gute Lektüre. Die „Kuschelkohorte“ wird beschrieben, als immer online und bequem, als anspruchsvoll. Dass man auch von zuhause aus oder vom Café aus arbeiten darf, wird genauso selbstverständlich angesehen, wie der pünktliche Feierabend. Hier hat der Autor sicher nicht ganz unrecht, denn dem Buch liegt die These zugrunde, dass die Generation Z es sich aussuchen kann, wo sie arbeitet. Denn uns werden laut vielen Hochrechnung eine Menge gut qualifizierter Arbeitskräfte fehlen. Ob diese Voraussagen so eintreffen werden, ist aber reine Spekulation. Eines ist jedoch klar, die jüngere Generation hat mehr Möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen. Heute kann man als Blogger, Youtuber, Selfpublisher oder mit handwerklichen Arbeiten auf etsy selbst ein Einkommen erwirtschaften, ohne darauf angewiesen zu sein, einen Job anzunehmen, der einem absolut nicht zusagt, zumindest wenn man gut ausgebildet ist. Falls es hierdurch tatsächlich zu einer Verknappung kommen sollte, die im Moment nur bestimmte Branchen (Handwerk) betrifft, dann werden Arbeitgeber in Zukunft wohl wirklich gute Arbeitsbedingungen anbieten müssen, um Nachwuchs zu bekommen.

Christian Scholz schreibt für die Wirtschaft – vor allem für den HR-Bereich. Die hier verbreitete Angst, dass in Zukunft nicht mehr die Arbeitgeber, sondern die Arbeitnehmer die Arbeitsbedingungen diktieren könnten, hat ihn offenbar zu diesem Buch motiviert. Immer wieder nimmt er diese Sichtweise auf, um aufzuzeigen, wie wichtig ein frühes Umdenken im Personalbereich notwendig ist. Bei mir erweckte er damit den Eindruck, dass er vor allem für sich als Berater und Redner werben möchte. Und sicher wird es genügend Firmen geben, die sein Konzept der Verallgemeinerung und Weissagung als Anlass nehmen werden, ihn als Berater anzuwerben.

Am Ende widmet der Autor sich dennoch der Generation Z als Konsumenten. Aufgrund der Knappheit dieses wichtigen Themas, wage ich zu spekulieren, dass hier nicht sein eigentliches Beratungsgebiet liegt. Dennoch stellt er hier wichtige Ergebnisse heraus: Nämlich die Wichtigkeit von „Kuratoren“: Also von Menschen, die in Blogs, Youtube oder Social Media für ein Produkt oder eine Marke werben. Damit hat er eine sicher richtige, wenn auch relativ offensichtliche Veränderung im Handel festgestellt (ähnlich bei Chris Anderson in The Long Tail).

Er stellt heraus, dass das Produkt in Zukunft wichtiger ist, als die Marke. Bei diesen Ausführungen fehlt mir leider die Belegung dieser Spekulation. Außerdem bleiben im Gegensatz zum HR-Bereich im ersten Teil des Buches die Ausführungen sehr kurz und vage.

Stilistisch ist das Buch unterhaltsam und kurzweilig geschrieben. Es hat Spaß gemacht es zu lesen. Für alle, die im HR-Bereich tätig sind, ist es sicher empfehlenswert sich auf diese Weise dem Thema Veränderung in der Nachwuchsgewinnung zu nähern.

Für mich leider nur 3 von 5 Punkten.

Denn trotz gutem Unterhaltungswert und einer guten Zusammenfassung, der zur Generation Z erschienen Literatur, ist der Wahrheitsgehalt fragwürdig. Daher ein Punkt Abzug wegen des mangelndes Wahrheitsgehaltes und der vielfachen Spekulation, einen weiteren Punkt Abzug, gibt es, weil ich mir mehr Statistiken erhofft hatte oder zumindest teilweise der Verweis auf wissenschaftliche Studien.

Schiffe Mittelmeer

Aufstand der Anständigen – Flüchtlingsgeschichten

Meine erste selbstorganisierte Blogparade:

Der Begriff „Aufstand der Anständigen“ stammt von Alt-Kanzler Schröder. Aber wieder ins Spiel gebracht hat ihn Anja Reschke von der ARD. Von Anja Reschke stammt auch der Aufruf zum Aufstand der Anständigen!

Anja Reschke hat Recht, wir müssen uns alle für unsere Gesellschaft, in der wir leben, einsetzen. Deshalb tue ich das hiermit, indem ich diese Blogparade ins Leben rufe.

Flüchtlinge in Deutschland?

Wie geht es Flüchtlingen in Deutschland? Welchen Weg sind sie gegangen, um hier her zu gelangen? Was mussten sie aufgeben? Was waren ihre Beweggründe? Mit nichts als dem, was man am Körper trägt, in ein neues Land zu gehen, dessen Kultur man nicht kennt. Wie fühlt sich das an? Haben Flüchtlinge Angst, vor dem, was auf sie zu kommt? Oder haben sie Angst, dass sie es nicht schaffen? Was haben Ihnen die Schleuser erzählt?

Ward ihr selber Flüchtlinge? Waren eure Eltern Flüchtlinge? Sind Vertriebene auch Flüchtlinge? Ihr könnt gerne auch einen Flüchtling befragen und das Interview posten.

Ich lade Euch dazu ein, einen Blogbeitrag zum Thema „Aufstand der Anständigen – Flüchtlingsgeschichten“ zu schreiben.

Beleiedigende, rassistische oder ausländerfeindliche Beiträge werden nicht genannt und nicht verlinkt, um nicht Werbung für menschenverachtende Blogs zu machen. Meine Parade, meine Regeln!

Was ist eine Blog-Parade?

Eine Blog-Parade ist eine Blog-Veranstaltung. Ich bin hierbei Veranstalter und lege die Regeln fest. Ich fordere Euch dazu auf, bis zum 30.09.2015, einen Artikel zu diesem Thema in eurem Blog zu veröffentlichen und mich dann über die Veröffentlichung zu informieren. Am besten, Ihr schreibt mir hier einen Kommentar, dann habe ich euch im Blick.
Spätestens nach dem Ablauf des vorgegebenen Zeitraums liste ich in einem neuen Blogbeitrag alle eingereichten Artikel auf. Besonders tolle, einfallsreiche Beiträge werde ich kommentieren und am Ende meinen Sieger prämieren. Den Sieger-Beitrag werde ich hier rebloggen. Zu gewinnen gibt’s leider nichts, aber dafür die Gewissheit, eine gute Sache unterstützt zu haben. Eventuell reblogge ich auch mehrere gute Beiträge.

Ich weise darauf hin, dass rassistische, ausländerfeindliche und beleidigende Beiträge von mir nicht verlinkt werden und unter Umständen aus der Aufzählung fliegen oder einen negativen Kommentar bekommen, je nach Schwere des Verstoßes. In diesem Falle bin ich der Richter, da es meine Blog-Parade ist. Ich verspreche aber, dass auch fair und verantwortlich vorgetragene Kritik von mir tolleriert wird.

Viel Spaß beim Schreiben!

Ich habe Lust, jemanden zu diesem Thema zu interviewen. Einen weiteren Beitrag stellt mein Buch dar, das eine Flüchtlingsgeschichte beschreibt.

Beachtet den Einsendeschluss: 30.09.2015