Mannheimer Dreck

Mannemer Dreck

Wer in Mannheim wohnt, dem ist der Dreck auf den Straßen und Gehwegen meist gut bekannt.

Seit 1879 gibt es sogar das passende Gebäck: den Mannemer Dreck – eine leckere Lebkuchenmischung mit Zartbitterkouvertüre.

Die Idee zu dem Video hatte ich schon länger. Diesmal hatte ich etwas Muße, es rechtzeitig vor der Putzwoche vom 18.-25. März 2017 zu erstellen.

Ich glaube nicht, dass man mit einem Video etwas ändern kann, aber viele Bewohner der Stadt beschweren sich seit Jahren über den Dreck auf Straßen und Gehwegen und die Stadtverwaltung versucht seit Jahren, das Problem in den Griff zu bekommen. Ich denke, das Problem ist ein Dauerbrenner und so hat mich der Name „Mannemer Dreck“ zu diesem Video inspiriert…

Das Video gibt’s hier!

 

 

Lego Arzt

Hilfe, warum ist alles so eckig?

Seit einiger Zeit spielt meine liebe Tochter mit Lego Duplo Apps. Ich finde die ganz toll und habe sie irgendwann einfach zum Ausprobieren runter geladen. Meine Tochter hat einen Riesenpaß damit. Vor allem liebt sie es, den Figuren neue Frisuren, Kleider und Gesichter auszusuchen. Ich habe die Apps natürlich zuerst gespielt und ausprobiert. Ich fand sie ganz gut. Man lernt was dabei, sie sind sehr harmlos und genau an den Interessen von Kindern in dem Alter orientier. Also dachte ich mir nichts dabei und lud sie herunter.

Aber dann passierte etwas seltsames: ich fing an nachts zu träumen, dass ich eine Legofigur bin. Und meine Welt um mich herum war total eckig, kunterbunt. Die Bauten ergaben keinen Sinn und man konnte nicht in sie hineingehen. Außerdem fehlte jedes bisschen Natur. Ich hatte total unpraktische Zangenhände, mit denen ich fast nichts machen konnte. Im Spiegel sah ich schrecklich aus. Viel zu breites Gesicht. Die Frisuren sahen alle doof aus und ich war extrem klein. Außerdem null Körpergefühl.

Zu allem übel, konnte meine Tochter mir per App ständig neue Frisuren, Gesichter und Kleidung aussuchen. Das tat sie nahezu ohne Pause. Es war die reinste Qual.

Ich würde gerne wissen, ob Kinder auch solche Träume haben. Eines finde ich aber bemerkenswert. Ich habe davor Jahrelang mit Lego Duplo gespielt und nie so etwas geträumt. Die Apps habe ich nur kurz gespielt. Ein paar Stunden. Und schon träume ich davon, in dieser Welt zu leben. Vermutlich sind es die bewegten Bilder, die uns so in den Bann ziehen.

Ist das für kleine Kinder nun gut oder schlecht? Ich kann mich nicht so richtig entscheiden.

 

 

Bucht Malta

Malta – ein Reisebericht (sehr alt – heute schreibe ich um einiges besser)

Hallo Ihr Lieben,

jetzt schreibe ich etwas seltener, denn es ist weiter zum Internet.

Wir haben im Moment viele Stürme und häufig regen. Trotzdem blühen hier schon die Bananen und während die einen Orangenbäume schon überreife Früchte tragen, tragen die anderen weiße Blüten, die aussehen wie geöffnete Schneeglocken und einen betörend süßen Duft von Jasmin und Honig verbreiten. Die Stürme wehen die Blüten auf die Straßen und verteilt ihren Duft. Jetzt blühen auch die letzten dieser wunderschönen lila Judasbäume, ganze Alleen leuchten in dieser Farbe. Ein sehr interessant geformtes Kraut, dass hier viele Bodenflächen überzieht und aussieht als wäre es aus einem Harry Potter Roman raus gewachsen, hat riesen pinke Blumen bekommen. Es trägt den wunderschönen Namen „Mittagsblume“. Und ich habe einen Baum mit roten Riesenblumen entdeckt.

Dazu habe ich bemerkt, dass das Meer wirklich jeden Tag eine andere Farbe hat. Von meinem Hügel laufe ich jetzt oft morgens kurz nach Sonnenaufgang runter zur Stadt und sehe nur Meer bis zum Horizont. Wenn der Himmel stahlgrau ist, sieht das Meer aus wie gebürsteter Edelstahl.  Wo die Wolken aufreisen, ist das Meer hellgrau bis eisblau. Wenn nur ein winziger Funken rot im Morgenhimmel ist, leuchtet das ganze Meer rot-orange-pink. Hier kann man wohl endlose Studien zu den Meerfarben machen.

Jeden Morgen diskutiere ich mit einer österreichischen Auswanderin, die schon lange hier ist, wie Malta auf uns wirkt. Und wir sind der festen Überezeugung, dass alle nord- und mitteleuropäischen Auswanderer sich hier am Anfang unwohl fühlen und sich über vieles aufregen, dass hier nicht gut läuft. Aber nach einiger Zeit (wohl mindestens drei Monate) gewöhnt man sich daran und entspannt sich. Dann lässt man locker und erkennt die schönen Seiten Maltas. Gut, dass ich nicht noch viel länger bleibe, sonst ginge es mir wie den anderen und ich würde nicht mehr weg wollen.

Es scheint Orte zu geben, an denen das Glück wohnt. Die Malteser sind nach der neuesten schwedischen Statistik die glücklichsten Menschen auf der Welt (trotz der vielen Ungerechtigkeiten). Letztes Jahr hatte, wenn ich mich recht erinnere, mit Island auch eine Insel gewonnen, die voller Naturschönheit ist.

Erstens ist das Inselleben komplett anders als das Leben auf einem Kontinent mit Nachbarländern – und zwar in jeder Hinsicht.

Zweitens bin ich mir sicher, dass die Menschen die Schönheit und die Farben des Meeres in sich aufnehmen. Sie saugen mit jedem Blick diese intensiven Farben in sich ein und reflektieren sie dann nach außen. Hier ist nicht nur die Malerei hauptsächlich blau und kunterbunt wie die wilde Blumenwelt, sondern auch die Häuser, Autos, Straßen. Hier haben alle Fenster  leuchtend rote, blaue oder grüne Fensterläden und eine Holztür in der gleichen Farbe. Es gibt kaum graue Betonbrücken oder Betonklötze.  Wie schön würden wohl selbst die grauesten und hässlichsten Städte Deutschlands aussehen, wenn wir alle unseren Häuser mit knallbunten Fensterläden und Türen versehen würden, wenn wir die Brückenpfeiler bunt anmalen würden und selbst die Betonbrücken? In Deutschland habe ich mich schon immer gewundert, warum alles so grau sein muss und alle grau-metallic, silbergraue, weiße und schwarze Autos fahren. Solche Farben fahren hier fast nur die mittel- und nordeuropäischen Ausländer. Die meisten Autos sind kunterbunt. Viele haben einen bunten kitschigen Altar an ihrer Hauswand und gestalten ihre privaten Wohnzimmerfenster wie kleine Schaufenster mit bunten Vorhängen und Figuren im Fenster. Hier ist die ganze Welt bunt und das ist ein Ausdruck, den das Meer mit seinen tausend leuchtenden Farben in die Menschen pflanzt. Ich habe schon fast etwas Angst nach Hause zu kommen. Zum Glück ist meine Wohnung in Farbe, wie alle wissen, die schon mal da waren. Sonst müsste ich gleich depressiv werden, wenn ich wieder nach Deutschland komme.

Liebe Grüße aus Malta

Isa

Stop Motion Happy Birthday

Ein weiteres Stop-Motion-Video

Ich kann es nicht mehr lassen. Es macht so Spaß. Ich habe noch zwei weitere kleine Drehbücher/Storyboards für zwei weitere Videos vorbereitet. Ich liebe es. Diesmal habe ich meine Tocher ausgeschnitten und fliegen lassen, so wie wir es sonst nur in unseren Träumen tun:

Stop Motion Happy Birthday

P.S: Ihr dürft das Video gerne für eure Zwecke nutzen, teilen, posten, wie ihr wollt. So was macht nur Spaß, wenn es viele andere auch teilen. Ist ja nicht nur für uns. Am MIttwoch habe ich es meiner Mutter zum Geburtstag geschickt und morgen schicke ich es einer Kita-Freundin meiner Tochter.

Ich kann’s nicht mehr erwarten….

Obwohl das Cover noch nicht fertig ist und ich es damit nicht in meinen Trailer einfügen konnte, musste ich das Video trotzdem hoch laden… Ich kann einfach nicht warten.

Für alle, die meine früheren Einträge verfolgt haben. Ja, ich habe es in weniger als einer Woche geschafft, den Trailer zu drehen. Über 300 Zeichnungen, über 150 Cutouts und einiges Basteln später, konnte ich den kleinen Trailer in einem halben Tag knipsen.

Die Fotos habe ich nicht gezählt. Es waren zwischen 500 und 1000.

Hier seht ihr nun meinen ersten

ganz alleine gemachten

Papercut-

Stop-Motion-

Trailer.

Bin gespannt auf Euer Feedback!

Inside the Writer’s Room

Die amerikanischen Serien haben es mir und auch den meisten deutschen Fernsehzuschauern angetan. Durch immer mehr Streaming-Anbieter wie z.B. Netflix, Amazon, YouTube-Serien usw. ist der gesamte Deutsche Markt in Bewegung.

Die amerikanische Methode, im Team Serien zu konzipieren, ist ein neuer Weg, den ich gerade unter Anleitung des Drehbuchautors Alex David bestreite. Ich habe schon seit ein paar Jahren die Erfahrung gesammelt, dass die besten Ideen entstehen, wenn man mit anderen Kreativen, Künstlern, Autoren gemeinsam an etwas arbeitet. So arbeite ich im Moment mit verschiedenen Künstlern, Autoren und Musikern aus dem Rhein-Neckar-Raum an mehreren eBooks, Büchern und Apps, Musikvideos und YouTube-Videos.

Ich bin gespannt, was das Arbeiten im internationalen Team des Writer’s Room bringen wird. Erste Erfolge dank der sturkurierten Arbeitsweise von Alex David haben sich bereits gezeigt. Ich freue mich auf drei Monate intensiver Arbeit in einem tollen Team.

Finanzamt leidet unter Realitätsverlust

Am meisten freut man sich als Selbstständige, wenn ich mit der Steuererklärung mal wieder hinterher hänge und es geht langsam auf’s Jahreende zu. Das Finanzamt schickt nette Briefe auf Recyclingpapier, um mich aufzufordern doch endlich die Steuererklärung einzureichen. Ich habe meine Briefe über einige Umwege dann kurz vor Jahresende auch noch erhalten. Das Finanzamt schickte sie an eine frühere Anschrift, unter der ich seit Jahren nicht mehr gemeldet bin. Ich erledigte brav meine Steuererklärung mit geringfügiger Verspätung und legte gegen das verhängte Zwangsgeld einen Widerspruch ein. Die Briefe gingen ja an eine falsche Adresse. Man ahnt nicht, wie das Finanzamt reagierte! „Gegen welche Verwaltungsakte legen Sie Widerspruch ein? Unseres Wissens liegen keine vor.“

Ich hab mich halbtot gelacht. Ich dachte erst mal ich spinne, dann suchte ich die Androhungen heraus. Waren alle von 2014. Merkwürdig, dachte ich. Aber offensichtlich gibt es mich in der Realität des Finanzamtes zweimal. Ich rief an, um heraus zu bekommen, ob ein zweiter Datensatz existiert. „Nein.“ war die Antwort. Da macht sich dieses System, das unsere Steuererklärungen bearbeitet offensichtlich selbstständig und schreibt mir Androhungen ohne Wissen des zuständigen Sachbearbeiters unter falschen Adressen? Das konnte oder wollte mir das Finanzamt auch nicht erklären. Ich frage mich jetzt immer, wer da wohl die Androhungen raus schickt? Ein netter kleiner Algorithmus, der keinen Kaffee trinkt und Freitags nicht um Zwölf Schluss macht? Wenn ich den treffe, den Algorithmus! Dem muss ich glatt danken, für das Verwirrspiel, denn so bin ich mal wieder ungeschoren davon gekommen.

Und die Moral von der Geschicht: Computer machen auch Fehler. Frage mich, wie oft so was passiert. Das erinnert mich an diese Science-Fiction-Stories, in denen eine Machine zum Ergebnis kommt, dass ich eine Krankheit habe, sterben muss, ein Verbrechen begehen werde usw.

Und es erinnert mich an ein Gespräch mit einem Freund, der meinte, dass all die Informationen, die uns heute zur Verfügung stehen und die aufgrund des vielfachen Filtern, Teilens, Weiterfiltern und Weiterteilens irgendwann ein Eigenleben bekommen und eine zweite Realität erschaffen: Die Hyperrealität. Also dann, mich gibts bei einer der wichtigsten Behörden zweimal. Hab ich jetzt Angst, dass beim Datenabgleich eine zweite Realität in weiteren Behörden erzeugt wird, die vielleicht gegen irgendwelche Gesetze verstoßen hat? Könnte eine meiner Identitäten irgendwann verknackt werden? Ich sage nur: Entscheidung aufgrund der Aktenlage! Nett, ich hoffe, die suchen mich immer unter der falschen Adresse, sonst finde ich das irgendwann nicht mehr lustig. Gut, diesmal hat es mir geholfen, aber richtig lustig ist es nicht, wenn man darüber nachdenkt. Also bleibt die Hoffnung, dass am Ende doch immer ein Mensch nach dem rechten sieht und am Ende den Stecker zieht???