Schreibblockade?

 

Ich habe heute einen terminfreien Tag, eingebettet in hektische Tage mit vielen Terminen… Der Wind peitscht vor meinem Fenster Tauben und Müll durch die graue Stadtkulisse und ich habe keinen Bock auf Schreiben heute….

Was hilft? Lesen? Fernsehen? Im Internet surfen?

Ich habe gerade einen meiner vielen Romananfänge gelesen…. Bücher-Ideen, die ich noch nicht so weit ausgearbeitet habe, dass man sie Manuskript nennen könnte.

Dabei habe ich mal wieder mich selbst entdeckt… meine Gedanken, Erinnerungen und Gefühle… Die Melancholie ist wieder da und sofort möchte ich weiter schreiben… wenn ich nur eine Idee hätte, wie es weiter gehen soll…

Hier die erste Seite:

So ist es, so ist es, so ist es…. Rattatatatat… So klang es noch in meiner Jugend, als ich mit Interrail durch Osteuropa reiste, in alten Zügen des Ostblocks. Rattatatatat… Keiner sprach Deutsch oder Englisch. Wir sprachen nicht mit Händen oder Füßen, wir schwiegen und wenn wir nicht schwiegen, dann wurden wir zu Pantomine-Künstlern. Rattatatatat… Oder wir sprachen Russisch, so gut es ging und unser Russisch war besser, als das vieler Tschechen, Slowaken oder Ungarn. Zwei junge Mädchen, 17 Jahre alt, Russisch-Unterricht seit 8 Jahren, alte Züge mit braunen Samtbezügen und brauner Holzverkleidung. Später werden wir diesen Look Politbüro-Style nennen. Denn er starb mit dem Zusammenbruch des Ostblocks von einer Sekunde zur Anderen aus. Heute sprechen wir Englisch und die alten Zeiten, die alten Gerüche und das Fehlen bunter Kindheitsfotos, werden uns so unecht erscheinen, wie Szenen aus einem Hollywood-Film aus Zeiten des kalten Krieges.

Christa Wolf habe ich später erst entdeckt. In einer der Bücherkisten meines Opas. Ich wollte nichts von ihm haben nach seinem Tod. Ich hatte dieses Buch und eine Handvoll Geschichten aus seinem Leben. Erinnerungen, Wut, Trauer, Liebe und dieses Buch, das sein und mein Leben besser verband als alles andere.

Ich habe es in das schönste Geschenkpapier eingeschlagen, das ich jemals gesehen habe. Es steht im Regal, unscheinbar, winzig, doch ich weiß genau, wo!

…to be continued…..

 

Lego Arzt

Hilfe, warum ist alles so eckig?

Seit einiger Zeit spielt meine liebe Tochter mit Lego Duplo Apps. Ich finde die ganz toll und habe sie irgendwann einfach zum Ausprobieren runter geladen. Meine Tochter hat einen Riesenpaß damit. Vor allem liebt sie es, den Figuren neue Frisuren, Kleider und Gesichter auszusuchen. Ich habe die Apps natürlich zuerst gespielt und ausprobiert. Ich fand sie ganz gut. Man lernt was dabei, sie sind sehr harmlos und genau an den Interessen von Kindern in dem Alter orientier. Also dachte ich mir nichts dabei und lud sie herunter.

Aber dann passierte etwas seltsames: ich fing an nachts zu träumen, dass ich eine Legofigur bin. Und meine Welt um mich herum war total eckig, kunterbunt. Die Bauten ergaben keinen Sinn und man konnte nicht in sie hineingehen. Außerdem fehlte jedes bisschen Natur. Ich hatte total unpraktische Zangenhände, mit denen ich fast nichts machen konnte. Im Spiegel sah ich schrecklich aus. Viel zu breites Gesicht. Die Frisuren sahen alle doof aus und ich war extrem klein. Außerdem null Körpergefühl.

Zu allem übel, konnte meine Tochter mir per App ständig neue Frisuren, Gesichter und Kleidung aussuchen. Das tat sie nahezu ohne Pause. Es war die reinste Qual.

Ich würde gerne wissen, ob Kinder auch solche Träume haben. Eines finde ich aber bemerkenswert. Ich habe davor Jahrelang mit Lego Duplo gespielt und nie so etwas geträumt. Die Apps habe ich nur kurz gespielt. Ein paar Stunden. Und schon träume ich davon, in dieser Welt zu leben. Vermutlich sind es die bewegten Bilder, die uns so in den Bann ziehen.

Ist das für kleine Kinder nun gut oder schlecht? Ich kann mich nicht so richtig entscheiden.

 

 

Ludwigshafen am Rheim

2 Tage Ludwigshafen am Rhein

Ich hatte in den letzten Tagen drei Lesungen in Ludwigshafen am Rhein. Es war wie immer in großes Vergnügen mit so vielen Kindern über Katzen, Hunde, Flucht und Spielsachen zu reden. Jetzt, wo ich es lese, finde ich die Aufzählung doch ein bisschen suspekt;-)

Aber ich habe zwei schöne, aufregende Lesetage hinter mir und habe die Zeit danach genutzt, gleich ein paar Bilder von Ludwigshafen zu machen. Ein Motiv kommt in die engere Auswahl für eine Ludwigshafen-Karte.

Was meint Ihr dazu?

Das Motiv ist wie immer nur von Bewohnern der Stadt schnell zu erkennen. Getreu dem Motto: Entdecke deine Stadt:

 

„Und Sie haben keinen Verlag gefunden?“

Jetzt hatte ich doch so viel zu tun, dass ich länger keine Zeit zum Bloggen hatte. Ich nutze diese Seite inzwichen fast ausschließlich als Autorenseite. Doch jetzt, nachdem ich einige Lesungen gehalten habe, möchte ich euch gerne  davon berichten.

Da meine Lesung die Themen Flucht, Rassisus und Fremdenfeindlichkeit behandlt, hat die Erfahrung gezeigt, dass die Schüler gleich alt sein sollten, damit alle zumindest die Themen verstehen. So wurde ich in letzter Zeit immer für 3. und 4. Klassen gebucht. Die Lesungen beginnen mit dem Spiel „Ich packe meinen Koffer“ und enden mit afrikanischen Spielsachen, die ich von Afrikareisenden bekommen oder teilweise selbst nach gebaut habe.

Die Lesungen kommen bei den Bibliotheken, Lehrern und Schülern immer super gut an und werden teilweise für bis zu 70 Kinder gebucht, was mir persönlich schon ein bisschen viel ist, wegen der entstehenden Unruhe. Aber die Bibliotheken bestätigen mir immer eine hohe Nachfrage, was mich wirklich freut.

Ich kann wirklich jeden nur ermutigen, mit seinen Themen selbstbewusst zu in die Öffentlichkeit zu gehen und sein Buch zu veröffentlichen. Ich bezeichne mich inzwischen wie selbstverständlich als Autorin und dabei haben meine lieben Bibliothekare mich sehr unterstützt. Denn sie zeigen mir mit ihrem Interesse an meinem Buch und mit ihrem Lob, dass ich etwas Richtiges getan habe und es wohl auch relativ gut getan habe.

Hätte ich mein Buch brav auf meiner Festplatte liegen gelassen und nicht selbst veröffentlicht, wäre mir diese tolle Erfahrung verborgen geblieben. Denn es ist unglaublich toll in so viele begeisterte und fragende Kinderaugen zu blicken. Ich kann es gar nicht erwarten, die nächsten Lesungen (mit Spiel und Diskussion) zu halten!

Lustig ist, dass am Ende die Lehrer und Bibliothekare oft fragen, ob ich keinen Verlag gefunden hätte. Dies muss ich dann leider verneinen. Inzwischen klingt diese Verneinung aber etwas selbstbewusster als früher.

Ich werde dann manchmal gefragt: „Warum?“, und auch hier bin ich inzwischen viel selbstbewusster: Ich sage, ich weiß es nicht, weil die Absagen sehr nach Standard-Absagen klangen. Ich sage dann, ich vermute, es hat eben nicht ins Programm gepasst. Vielleicht wollten die Verlage keine Bücher mit Katzen als Protagonisten oder mein Schreibstil hat ihnen nicht gefallen oder ich war einfach viel zu früh mit den Themen Flucht, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dran. Jetzt inzwischen sind die Verlage schon offen für Flüchtlingsgeschichten.

 

Erste Erfolge oder Lesungen organisieren

Ich habe direkt nach der Veröffentlichung meines Buches mit der Bewerbung um Lesungen begonnen. Man telefoniert eine Menge rum, schreibt viele Mails und stellt sich vor. Es ist eine ähnliche Tätigkeit, wie die PR für das Crowdfunding damals. Die PR damals war aber leider nicht so motivierend, weil sie absolut erfolglos verlief. Man muss aufpassen, dass man sich die Stimmung nicht nehmen lässt, wenn es nicht klappt.

Aber im Gegensatz zur Presse, habe ich bei der Bewerbung für Lesungen ganz gute Erfahrungen gemacht. Bibliotheken sind sehr aufgeschlossen, auch gegenüber Selfpublishern, Wenn man ein wenig mehr Programm anbietet, dann ist das Angebot auch interessant. So habe ich ein-zwei kleine Konzepte entwickelt. Da ich schon viele Veranstaltungen mitorganisiert habe und auch schon einige Lesungen besucht hatte, fiel es mir recht leicht, ein innovatives Konzept zu entwickeln. Wenn man schon eine zeitlang in der Künstler- und Kreativszene unterwegs ist und schon Veranstaltungen mit gemacht hat, ist man hier im Vorteil. Dadurch, dass ich durch meine vielen Ehrenämter sehr viele Akteure in meiner Stadt kenne, war es am sinnvollsten hier zu beginnen. Ich habe mir auch gelegentlich einen erfolgreichen Autoren nach einer Lesung gekrallt und eiskalt ausgefragt: Organisation der Lesungen, Booking, Honorar, welche Orte und Anbieter gehen besser als andere usw. So habe ich mir auch einiges Wissen angehäuft. Es ist immer gut, zu wissen, was andere Autoren und Verlage so anbieten, um etwas ein interessantes Angebot zu entwerfen. Was auch sehr geholfen hat, war Bekannte und Freunde zu fragen, die beruflich oder ehrenamtlich mit bestimmten Veranstaltern, Organisationen usw. in Verbindung stehen. Fast jeder hatte einen guten Tipp für mich und mir so weiter geholfen.

Et voilà: Ein paar erste Erfolge möchte ich hier mitteilen. Ich kann jeden Autor/Selfpublisher nur ermutigen, sich raus in die Öffentlichkeit zu wagen. Wer fragt, gewinnt! Nur Mut!

Ich freue mich natürlich auch über reichlich Besuch bei meinen Lesungen. (wobei die Lesungen bei lesen.hören und beim Literatursommer nur für Schulklassen sind)… Die nächste öffentliche Lesung findet bei der Lichtmeile statt.

Ich halte eine Lesung am 15.11.2015 um 15:00 im Kulturkiosk am Neumarkt in Mannheim, im Rahmen der Lichtmeile.

Es wird natürlich auch Unterhaltung und Interaktion geben, also nicht nur Lesung.

Hier geht’s zum Programm der Lichtmeile.

Hier findet ihr das Kinderprogramm

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um auf den Veranstalter Zwischenraum hinzuweisen, ein wirklich interessantes und innovatives Mannheimer Kulturprojekt.

Worüber ich mich außerdem sehr gefreut habe, ist eine Einladung zum Literaturfest lesen.hören in Mannheim.

Das Programm ist noch nicht online. Erscheint aber bald.

Desweiteren werde ich beim Litatursommer 2016 lesen. Die Termine stehen noch nicht fest.

Ich bin den beteiligten OrganisatorInnen sehr dankbar, dass sie einem absoluten Newcomer so eine Chance bieten.

Vielen Dank.

Ich freue mich auf viele weitere Lesungen. Ich bin gerade meine Konzepte weiter zu entwickeln und zu erproben. So plane ich auch Lesungen mit Musik, mit Spielzeugherstellung, Upcycling, mit Spielen und eine mit Videoerstellung.

Also viel Interaktion und Unterhaltung für die jungen und erwachsenen Zuhörer.

Leos Reise

Vom Glück das eigene Buch in Händen zu halten

Es ist schon ein verrücktes und erhabenes Gefühl ein gedrucktes Buch von sich nach Jahren der Arbeit in Händen zu halten. Ich gebe jetzt zu, dass ich es den ganzen Tag in der Handtasche mit mir rumtrage, und voll das Grinsen auf dem Gesicht habe.

Mir fiel ein riesen Stein vom Herzen, als ich sah, dass mein Buch bestellbar ist, als ich es in Händen hielt. Man hat so viel investiert und gekämpft. Und fünf Überarbeitungen sind ein Kampf, dass kann ich euch sagen. Da mag man das eigene Buch nicht mehr so sehr, wenn man es so oft überarbeiten und ausbessern muss, wenn man sich tagelang wegen heikler Fragen und Charaktere oder unlogischer Stellen den Kopf zerbricht.

Ich war so freudig, dass ich meinen Urlaub direkt nach der Veröffentlichung geplant hatte. Ich musste raus und einfach so viel anderes machen, dass ich den Druck und Stresse der letzten Wochen vergessen konnte und es hat geholfen. Ich habe eine Woche nicht nach meinen Statistiken oder Verkaufszahlen, Rankings usw geschaut. Ich habe einfach vergessen, dass ich gerade ein Buch veröffentlicht habe.

Kaum zurück in Deutschland, kam auch schon die Buchlieferung. Seit dem, liegt eines immer in der Handtasche. Nein! Ich zeige es nicht jedem! Ich will zwar, aber ich reiße mich zusammen;-) Das wäre irgendwann dann nervend für die anderen, das weiß ich.

Jetzt schmiede ich Pläne für die Zukunft:

9 Projekte, die ich noch im August anfangen und teilweise umsetzen möchte:

  1. mehr bloggen
  2. ein neues Stop-Motion-Video drehen, dass ich schon geplant habe
  3. das zweite eBook fertig stellen: reines eBook – Kinderbuch
  4. beim dritten Kinderbuch endlich den Illustrator beauftragen
  5. ein Märchenbuch zusammen mit einer Freundin raus bringen, dazu werden wir gegenseitig im August unsere Texte lektorieren und ich werde dann wohl illustrieren…. vermutlich….wenn ich mich traue!
  6. beim vierten Kinderbuch suche ich noch einen Illustrator!
  7. einige neue Formate für meinen Blog und den Blog einer Freundin entwerfen und probieren
  8. vielleicht fange ich an, einen zweiten Teil zu Leo zu schreiben, das offene Ende schreit nach einer Fortsetzung
  9. Ich werde erste Lesungen geben, organisieren und mich um weitere bewerben!