Malaktion

Am vergangenen Wochenende durfte ich wieder einmal mit Kindern malen. Zusammen mit dem lebensgroßen Mr. Grip-Stift und ausgestattet mit Faben und Stiften von Faber-Castell und war ich bei der Fa. Listmann in Mainz.

Das macht immer riesengroßen Spaß. Viele Kinder haben mitgemalt und mir interessante Geschichten aus der Schule erzählt.

Ich war froh, dass es noch so viele Kinder gibt, die gerne malen. Ich habe sogar richtig talentierte MalerInnen kennen gelernt. Wobei ich merke, dass viele Jungen schon im Grundschulalter gar kein Interesse mehr am Malen haben, was ich sehr schade finde. Aber es scheint den Jungs nicht spannend genug zu sein. Dafür ist die Auswahl an coolen Spielsachen und Computerspielen offenbar schon zu groß.

Bei den Mädchen ist es oft ganz anders: da gibt es viele 10- bis 16jährige, die sich mit an den Tisch setzen und ganz begeistert malen.

Die Idee von Faber-Castell einen Malwettbewerb auszuschreiben, finde ich sehr schön. Ich habe selber Lust mitzumachen, obwohl es für mein Alter keine Kategorie gibt. Aber Kinder von 3 bis 12 Jahren können teilnehmen und tolle Preise gewinnen können.

Hier geht’s zum Malwettbewerb.

Was ich mir noch wünschen würde, wäre ein Malwettbewerb ohne Ausmalvorlage, dafür vielleicht mit Themenvorgabe, für all die Malbegeisterten zwischen 12 und 16.

Ich freue mich jetzt schon mal auf die nächste Malaktion, die ich machen darf.

P.S.: Der Osterhase kam wieder mal zu spät (siehe Bild)

Mannheimer Dreck

Mannemer Dreck

Wer in Mannheim wohnt, dem ist der Dreck auf den Straßen und Gehwegen meist gut bekannt.

Seit 1879 gibt es sogar das passende Gebäck: den Mannemer Dreck – eine leckere Lebkuchenmischung mit Zartbitterkouvertüre.

Die Idee zu dem Video hatte ich schon länger. Diesmal hatte ich etwas Muße, es rechtzeitig vor der Putzwoche vom 18.-25. März 2017 zu erstellen.

Ich glaube nicht, dass man mit einem Video etwas ändern kann, aber viele Bewohner der Stadt beschweren sich seit Jahren über den Dreck auf Straßen und Gehwegen und die Stadtverwaltung versucht seit Jahren, das Problem in den Griff zu bekommen. Ich denke, das Problem ist ein Dauerbrenner und so hat mich der Name „Mannemer Dreck“ zu diesem Video inspiriert…

Das Video gibt’s hier!

 

 

Schreibblockade?

 

Ich habe heute einen terminfreien Tag, eingebettet in hektische Tage mit vielen Terminen… Der Wind peitscht vor meinem Fenster Tauben und Müll durch die graue Stadtkulisse und ich habe keinen Bock auf Schreiben heute….

Was hilft? Lesen? Fernsehen? Im Internet surfen?

Ich habe gerade einen meiner vielen Romananfänge gelesen…. Bücher-Ideen, die ich noch nicht so weit ausgearbeitet habe, dass man sie Manuskript nennen könnte.

Dabei habe ich mal wieder mich selbst entdeckt… meine Gedanken, Erinnerungen und Gefühle… Die Melancholie ist wieder da und sofort möchte ich weiter schreiben… wenn ich nur eine Idee hätte, wie es weiter gehen soll…

Hier die erste Seite:

So ist es, so ist es, so ist es…. Rattatatatat… So klang es noch in meiner Jugend, als ich mit Interrail durch Osteuropa reiste, in alten Zügen des Ostblocks. Rattatatatat… Keiner sprach Deutsch oder Englisch. Wir sprachen nicht mit Händen oder Füßen, wir schwiegen und wenn wir nicht schwiegen, dann wurden wir zu Pantomine-Künstlern. Rattatatatat… Oder wir sprachen Russisch, so gut es ging und unser Russisch war besser, als das vieler Tschechen, Slowaken oder Ungarn. Zwei junge Mädchen, 17 Jahre alt, Russisch-Unterricht seit 8 Jahren, alte Züge mit braunen Samtbezügen und brauner Holzverkleidung. Später werden wir diesen Look Politbüro-Style nennen. Denn er starb mit dem Zusammenbruch des Ostblocks von einer Sekunde zur Anderen aus. Heute sprechen wir Englisch und die alten Zeiten, die alten Gerüche und das Fehlen bunter Kindheitsfotos, werden uns so unecht erscheinen, wie Szenen aus einem Hollywood-Film aus Zeiten des kalten Krieges.

Christa Wolf habe ich später erst entdeckt. In einer der Bücherkisten meines Opas. Ich wollte nichts von ihm haben nach seinem Tod. Ich hatte dieses Buch und eine Handvoll Geschichten aus seinem Leben. Erinnerungen, Wut, Trauer, Liebe und dieses Buch, das sein und mein Leben besser verband als alles andere.

Ich habe es in das schönste Geschenkpapier eingeschlagen, das ich jemals gesehen habe. Es steht im Regal, unscheinbar, winzig, doch ich weiß genau, wo!

…to be continued…..

 

Lego Arzt

Hilfe, warum ist alles so eckig?

Seit einiger Zeit spielt meine liebe Tochter mit Lego Duplo Apps. Ich finde die ganz toll und habe sie irgendwann einfach zum Ausprobieren runter geladen. Meine Tochter hat einen Riesenpaß damit. Vor allem liebt sie es, den Figuren neue Frisuren, Kleider und Gesichter auszusuchen. Ich habe die Apps natürlich zuerst gespielt und ausprobiert. Ich fand sie ganz gut. Man lernt was dabei, sie sind sehr harmlos und genau an den Interessen von Kindern in dem Alter orientier. Also dachte ich mir nichts dabei und lud sie herunter.

Aber dann passierte etwas seltsames: ich fing an nachts zu träumen, dass ich eine Legofigur bin. Und meine Welt um mich herum war total eckig, kunterbunt. Die Bauten ergaben keinen Sinn und man konnte nicht in sie hineingehen. Außerdem fehlte jedes bisschen Natur. Ich hatte total unpraktische Zangenhände, mit denen ich fast nichts machen konnte. Im Spiegel sah ich schrecklich aus. Viel zu breites Gesicht. Die Frisuren sahen alle doof aus und ich war extrem klein. Außerdem null Körpergefühl.

Zu allem übel, konnte meine Tochter mir per App ständig neue Frisuren, Gesichter und Kleidung aussuchen. Das tat sie nahezu ohne Pause. Es war die reinste Qual.

Ich würde gerne wissen, ob Kinder auch solche Träume haben. Eines finde ich aber bemerkenswert. Ich habe davor Jahrelang mit Lego Duplo gespielt und nie so etwas geträumt. Die Apps habe ich nur kurz gespielt. Ein paar Stunden. Und schon träume ich davon, in dieser Welt zu leben. Vermutlich sind es die bewegten Bilder, die uns so in den Bann ziehen.

Ist das für kleine Kinder nun gut oder schlecht? Ich kann mich nicht so richtig entscheiden.

 

 

Ludwigshafen am Rheim

2 Tage Ludwigshafen am Rhein

Ich hatte in den letzten Tagen drei Lesungen in Ludwigshafen am Rhein. Es war wie immer in großes Vergnügen mit so vielen Kindern über Katzen, Hunde, Flucht und Spielsachen zu reden. Jetzt, wo ich es lese, finde ich die Aufzählung doch ein bisschen suspekt;-)

Aber ich habe zwei schöne, aufregende Lesetage hinter mir und habe die Zeit danach genutzt, gleich ein paar Bilder von Ludwigshafen zu machen. Ein Motiv kommt in die engere Auswahl für eine Ludwigshafen-Karte.

Was meint Ihr dazu?

Das Motiv ist wie immer nur von Bewohnern der Stadt schnell zu erkennen. Getreu dem Motto: Entdecke deine Stadt:

 

„Und Sie haben keinen Verlag gefunden?“

Jetzt hatte ich doch so viel zu tun, dass ich länger keine Zeit zum Bloggen hatte. Ich nutze diese Seite inzwichen fast ausschließlich als Autorenseite. Doch jetzt, nachdem ich einige Lesungen gehalten habe, möchte ich euch gerne  davon berichten.

Da meine Lesung die Themen Flucht, Rassisus und Fremdenfeindlichkeit behandlt, hat die Erfahrung gezeigt, dass die Schüler gleich alt sein sollten, damit alle zumindest die Themen verstehen. So wurde ich in letzter Zeit immer für 3. und 4. Klassen gebucht. Die Lesungen beginnen mit dem Spiel „Ich packe meinen Koffer“ und enden mit afrikanischen Spielsachen, die ich von Afrikareisenden bekommen oder teilweise selbst nach gebaut habe.

Die Lesungen kommen bei den Bibliotheken, Lehrern und Schülern immer super gut an und werden teilweise für bis zu 70 Kinder gebucht, was mir persönlich schon ein bisschen viel ist, wegen der entstehenden Unruhe. Aber die Bibliotheken bestätigen mir immer eine hohe Nachfrage, was mich wirklich freut.

Ich kann wirklich jeden nur ermutigen, mit seinen Themen selbstbewusst zu in die Öffentlichkeit zu gehen und sein Buch zu veröffentlichen. Ich bezeichne mich inzwischen wie selbstverständlich als Autorin und dabei haben meine lieben Bibliothekare mich sehr unterstützt. Denn sie zeigen mir mit ihrem Interesse an meinem Buch und mit ihrem Lob, dass ich etwas Richtiges getan habe und es wohl auch relativ gut getan habe.

Hätte ich mein Buch brav auf meiner Festplatte liegen gelassen und nicht selbst veröffentlicht, wäre mir diese tolle Erfahrung verborgen geblieben. Denn es ist unglaublich toll in so viele begeisterte und fragende Kinderaugen zu blicken. Ich kann es gar nicht erwarten, die nächsten Lesungen (mit Spiel und Diskussion) zu halten!

Lustig ist, dass am Ende die Lehrer und Bibliothekare oft fragen, ob ich keinen Verlag gefunden hätte. Dies muss ich dann leider verneinen. Inzwischen klingt diese Verneinung aber etwas selbstbewusster als früher.

Ich werde dann manchmal gefragt: „Warum?“, und auch hier bin ich inzwischen viel selbstbewusster: Ich sage, ich weiß es nicht, weil die Absagen sehr nach Standard-Absagen klangen. Ich sage dann, ich vermute, es hat eben nicht ins Programm gepasst. Vielleicht wollten die Verlage keine Bücher mit Katzen als Protagonisten oder mein Schreibstil hat ihnen nicht gefallen oder ich war einfach viel zu früh mit den Themen Flucht, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dran. Jetzt inzwischen sind die Verlage schon offen für Flüchtlingsgeschichten.

 

Erste Erfolge oder Lesungen organisieren

Ich habe direkt nach der Veröffentlichung meines Buches mit der Bewerbung um Lesungen begonnen. Man telefoniert eine Menge rum, schreibt viele Mails und stellt sich vor. Es ist eine ähnliche Tätigkeit, wie die PR für das Crowdfunding damals. Die PR damals war aber leider nicht so motivierend, weil sie absolut erfolglos verlief. Man muss aufpassen, dass man sich die Stimmung nicht nehmen lässt, wenn es nicht klappt.

Aber im Gegensatz zur Presse, habe ich bei der Bewerbung für Lesungen ganz gute Erfahrungen gemacht. Bibliotheken sind sehr aufgeschlossen, auch gegenüber Selfpublishern, Wenn man ein wenig mehr Programm anbietet, dann ist das Angebot auch interessant. So habe ich ein-zwei kleine Konzepte entwickelt. Da ich schon viele Veranstaltungen mitorganisiert habe und auch schon einige Lesungen besucht hatte, fiel es mir recht leicht, ein innovatives Konzept zu entwickeln. Wenn man schon eine zeitlang in der Künstler- und Kreativszene unterwegs ist und schon Veranstaltungen mit gemacht hat, ist man hier im Vorteil. Dadurch, dass ich durch meine vielen Ehrenämter sehr viele Akteure in meiner Stadt kenne, war es am sinnvollsten hier zu beginnen. Ich habe mir auch gelegentlich einen erfolgreichen Autoren nach einer Lesung gekrallt und eiskalt ausgefragt: Organisation der Lesungen, Booking, Honorar, welche Orte und Anbieter gehen besser als andere usw. So habe ich mir auch einiges Wissen angehäuft. Es ist immer gut, zu wissen, was andere Autoren und Verlage so anbieten, um etwas ein interessantes Angebot zu entwerfen. Was auch sehr geholfen hat, war Bekannte und Freunde zu fragen, die beruflich oder ehrenamtlich mit bestimmten Veranstaltern, Organisationen usw. in Verbindung stehen. Fast jeder hatte einen guten Tipp für mich und mir so weiter geholfen.

Et voilà: Ein paar erste Erfolge möchte ich hier mitteilen. Ich kann jeden Autor/Selfpublisher nur ermutigen, sich raus in die Öffentlichkeit zu wagen. Wer fragt, gewinnt! Nur Mut!

Ich freue mich natürlich auch über reichlich Besuch bei meinen Lesungen. (wobei die Lesungen bei lesen.hören und beim Literatursommer nur für Schulklassen sind)… Die nächste öffentliche Lesung findet bei der Lichtmeile statt.

Ich halte eine Lesung am 15.11.2015 um 15:00 im Kulturkiosk am Neumarkt in Mannheim, im Rahmen der Lichtmeile.

Es wird natürlich auch Unterhaltung und Interaktion geben, also nicht nur Lesung.

Hier geht’s zum Programm der Lichtmeile.

Hier findet ihr das Kinderprogramm

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um auf den Veranstalter Zwischenraum hinzuweisen, ein wirklich interessantes und innovatives Mannheimer Kulturprojekt.

Worüber ich mich außerdem sehr gefreut habe, ist eine Einladung zum Literaturfest lesen.hören in Mannheim.

Das Programm ist noch nicht online. Erscheint aber bald.

Desweiteren werde ich beim Litatursommer 2016 lesen. Die Termine stehen noch nicht fest.

Ich bin den beteiligten OrganisatorInnen sehr dankbar, dass sie einem absoluten Newcomer so eine Chance bieten.

Vielen Dank.

Ich freue mich auf viele weitere Lesungen. Ich bin gerade meine Konzepte weiter zu entwickeln und zu erproben. So plane ich auch Lesungen mit Musik, mit Spielzeugherstellung, Upcycling, mit Spielen und eine mit Videoerstellung.

Also viel Interaktion und Unterhaltung für die jungen und erwachsenen Zuhörer.

Angst

Zusammenfassung zur Blogparade: Aufstand der Antständigen – Flüchtlingsgeschichten

Zuerst muss ich zugeben, dass ich sehr traurig war, zu sehen, dass so wenige Blogger an meiner Blogparade teilgenommen haben. Ich selbst bin nicht super aktiv beim bloggen und blogge leider im Moment etwas unregelmäßig und dazu zu sehr verschiedenen Themen. Das alles trägt vermutlich dazu bei. Falls jemand noch eine andere Antwort oder Tipps hat, bin ich dankbar.

Trotzdem habe ich mich umso mehr über die Beiträge gefreut, die mich erreicht haben.

Mich hat Julias Beitrag auf ihrem Beautyblog sehr gefreut, weil sie sich mit dem wichtigen Thema auf ihrem Beautyblog auseinandersetzte. Sicher ist diese Art Beitrag ungewohnt auf einem solchen Blog und gerade das finde ich so super daran. Ich denke, egal was wir machen, welcher Arbeit wir nach gehen, welche Hobbies wir haben. Jeder von uns kann und sollte sich zu so einem wichtigen Thema äußern. Man sollte nicht denken, dass die aktuellen Auseinandersetzungen, die wir erleben, etwas sind, dass man Politikern überlassen sollte. Wir sollten uns einmischen und für mich ist jeder Beitrag wichtig.

Ich habe bereits erste Konflikte zwischen Menschen mit derselben Einstellung erlebt, die sich darum drehte, wer den wichtigeren Beitrag leistet. Da stehen Menschen eigentlich gemeinsam auf der richtigen Seite, aber sie streiten sich bis aufs Blut, weil die einen lieber schreiben, die anderen lieber unterrichten, andere nur gelegentlich ihre Meinung kundtun und wieder andere halt auf jede Demo gehen. Es zeigt, wir können nicht einmal gut sein, ohne zugleich auch böse zu sein. Ich wünsche mir ganz dringend ein friedliches Miteinander. Im Moment geht das leider manchmal verloren. Deshalb bin ich der Meinung, dass alle unsere Beiträge wichtig sind, dass sie ein positives Grundrauschen schaffen können. Wir müssen nicht alle an vorderster Front kämpfen, aber wir können alle einen Beitrag leisten!

Vielen Dank, Julia!

Ein weiterer Beitrag stammt von Eric auf der Seite gutscheine.gs.

Eric hat eine sehr schöne kleine Parabel geschrieben: Sie erzählt von einer Familie GER und einer Familie SYR. Während Familie SYR vor dem Krieg in ihrem Land fliehen muss, erlebt Familie GER nur die Auswirkungen, die die Einwanderung vieler Menschen auf ihre Heimat hat.

Im Endeffekt hat Eric es sehr gut zusammengefasst: Beide stammen aus sehr unterschiedlichen Kulturkreisen, doch beide haben Angst. Die Angst ist eigentlich das, was sie verbindet. Sie haben Angst, um die Sicherheit in ihrem Ort, um die Zukunft ihrer Kinder. Es ist unglaublich, es ist die Angst, die beide vereint und dennoch trennt und Hass entstehen lässt. Diese einfache Parabel von Erc hat mich wirklich beeindruckt.

Vielen Dank, Eric.

Anja hat mich auf die tolle Seite „Blogger für Flüchtlinge“ und den Hashtag #bloggerflüchtlinge aufmerksam gemacht. Dort habe ich viele tolle Blogbeiträge gefunden. Danke für deinen Tipp, Anja!

Am Ende möchte ich euch noch ein echtes Juwel zeigen:

Es ist ein Beitrag in Bildern (über Blogger für Flüchtlinge gefunden).