Schiffe Mittelmeer

Aufstand der Anständigen – Flüchtlingsgeschichten

Meine erste selbstorganisierte Blogparade:

Der Begriff „Aufstand der Anständigen“ stammt von Alt-Kanzler Schröder. Aber wieder ins Spiel gebracht hat ihn Anja Reschke von der ARD. Von Anja Reschke stammt auch der Aufruf zum Aufstand der Anständigen!

Anja Reschke hat Recht, wir müssen uns alle für unsere Gesellschaft, in der wir leben, einsetzen. Deshalb tue ich das hiermit, indem ich diese Blogparade ins Leben rufe.

Flüchtlinge in Deutschland?

Wie geht es Flüchtlingen in Deutschland? Welchen Weg sind sie gegangen, um hier her zu gelangen? Was mussten sie aufgeben? Was waren ihre Beweggründe? Mit nichts als dem, was man am Körper trägt, in ein neues Land zu gehen, dessen Kultur man nicht kennt. Wie fühlt sich das an? Haben Flüchtlinge Angst, vor dem, was auf sie zu kommt? Oder haben sie Angst, dass sie es nicht schaffen? Was haben Ihnen die Schleuser erzählt?

Ward ihr selber Flüchtlinge? Waren eure Eltern Flüchtlinge? Sind Vertriebene auch Flüchtlinge? Ihr könnt gerne auch einen Flüchtling befragen und das Interview posten.

Ich lade Euch dazu ein, einen Blogbeitrag zum Thema „Aufstand der Anständigen – Flüchtlingsgeschichten“ zu schreiben.

Beleiedigende, rassistische oder ausländerfeindliche Beiträge werden nicht genannt und nicht verlinkt, um nicht Werbung für menschenverachtende Blogs zu machen. Meine Parade, meine Regeln!

Was ist eine Blog-Parade?

Eine Blog-Parade ist eine Blog-Veranstaltung. Ich bin hierbei Veranstalter und lege die Regeln fest. Ich fordere Euch dazu auf, bis zum 30.09.2015, einen Artikel zu diesem Thema in eurem Blog zu veröffentlichen und mich dann über die Veröffentlichung zu informieren. Am besten, Ihr schreibt mir hier einen Kommentar, dann habe ich euch im Blick.
Spätestens nach dem Ablauf des vorgegebenen Zeitraums liste ich in einem neuen Blogbeitrag alle eingereichten Artikel auf. Besonders tolle, einfallsreiche Beiträge werde ich kommentieren und am Ende meinen Sieger prämieren. Den Sieger-Beitrag werde ich hier rebloggen. Zu gewinnen gibt’s leider nichts, aber dafür die Gewissheit, eine gute Sache unterstützt zu haben. Eventuell reblogge ich auch mehrere gute Beiträge.

Ich weise darauf hin, dass rassistische, ausländerfeindliche und beleidigende Beiträge von mir nicht verlinkt werden und unter Umständen aus der Aufzählung fliegen oder einen negativen Kommentar bekommen, je nach Schwere des Verstoßes. In diesem Falle bin ich der Richter, da es meine Blog-Parade ist. Ich verspreche aber, dass auch fair und verantwortlich vorgetragene Kritik von mir tolleriert wird.

Viel Spaß beim Schreiben!

Ich habe Lust, jemanden zu diesem Thema zu interviewen. Einen weiteren Beitrag stellt mein Buch dar, das eine Flüchtlingsgeschichte beschreibt.

Beachtet den Einsendeschluss: 30.09.2015

Fantasie

Ich war unglücklich…

Das sagen Autoren ja häufiger über sich. Ich habe heute eine neue Geschichte angefangen zu schreiben. Noch kann ich nicht sagen, ob ich sie tatsächlich bis zum Ende bringe. Ich habe lange auf diese Inspiration gewartet.
Aber zum Thema unglücklich: Ich merkte es, als ich anfing heute nachmittag in einem Cafè zu schreiben: Ich war unglücklich in den letzten zwei Wochen. Einerseits war ich natürlich glücklich, dass mein Crowdfunding erfolgreich verlief und dass mein erstes Buch endlich publiziert ist.
Andererseits war ich gleichzeitig unglücklich, weil ich nun ganz plötzlich kein Projekt mehr hatte. Ich habe ja geschrieben, dass ich einige Pläne habe. Aber etwas fehlte. Während ich versuchte die Kinderbuchprojekte nach ihrem Fortschritt zu beurteilen und mich schwer tat, sie zu überarbeiten, merkte ich, dass mir das Schreiben fehlte. Das inspirierte Schreiben. Der Drang zu schreiben. Die Sucht, die entsteht, wenn man eine neue Geschichte beginnt. Wenn man Tag und Nacht an seine Protagonisten denkt.
Die Kinderbücher haben diesen Punkt der Inspiration bereits überwunden. Sie sind zu reinen Fleißprojekten geworden, in deren Vollendung, Überarbeitung, Formatierung in den nächsten Wochen und Monaten viel Arbeit gesteckt werden muss. Natürlich macht auch dies Spaß. Aber es ist nicht vergleichbar mit der Freude neue Geschichten und Protagonisten zu erfinden.

Heute begann ich eine Geschichte, mit der ich mich seit ca. einem Jahr trage. Oder, wie mein früherer Kunstlehrer sagte, Schwanger ging.

Ich spürte diese Faszination, wenn eine Stimme aus mir heraus kommt und mir ganze Sätze in den Sinn kommen, als würde ich sie lesen. Plötzlich war diese Stimme da, die Sprache, nach der ich gesucht hatte. Ich hatte vieles in letzter Zeit angelesen und es dann beiseite gelegt, weil mir die Ruhe zum Lesen fehlte. Denn eigentlich wollte ich lieber selber wieder eine Geschichte finden. Es gibt Bücher, die mich sprachlich inspirieren und ich muss direkt anfangen zu schreiben. Aber in den letzen Wochen half nichts. Ich habe jede Woche mehrere potentielle Plots in meine Notizbücher geschrieben. Ich wusste, dass es irgendwann soweit sein würde, dass irgendwann ein erster Satz, eine Sprache aus mir raus quellen würden, die mir wie magisch den Stift führt.

Nun ist sie da: die Stimme, die Sprache, die Sätze wie von Geisterhand. Ich weiß, dass zugleich die schwierige Aufgabe des Plottens vor mir steht. Es kommen viele Stellen, an denen ich immer wieder stocken werde, weil die Geschichte in meinem Kopf und Notizen natürlich nur grob geplottet war.

Aber am unglücklichsten werde ich immer am Ende sein. Mir wird ein riesiger Stein vom Herzen fallen, weil ich eine Geschichte zu Ende geschrieben habe. Aber noch schlimmer, zumindest in meinem ersten Buch, war die Trauer über den Verlust meiner Protagonisten. Ich habe sie geliebt. Ich habe beim Schreiben Zeit mit ihnen verbracht. Wenn ich heute in mein Buch hinein lese, bin ich immer wieder fasziniert vom Eigenleben meiner Protagonisten, von ihren Einfällen und den Wendungen. Ich frage mich, wie ich es geschafft habe, dass sie so eigenständig und lebendig wurden.
Eigentlich klingt es verrückt, das zu zu geben, was eigentlich nur meine Lektorinnen bisher wussten. Wenn ich in mein Buch lese, ist es als würde ich alte Freunden wieder treffen. Verrückt ist auch, dass einige der Anekdoten meiner Protagonisten so bildlich in meiner Fantasie leben, dass ich heute nicht mehr weiß, ob sie ein reales Vorbild hatten, oder ob sie komplett meiner Fantasie entsprungen sind. Bei den meisten Anekdoten weiß ich es noch, aber einige habe ich mir vielleicht zu lange oder zu oft vorgestellt. So fühlt es sich für mich beim Lesen an, als wären einige Figuren ganz real.

Ich hoffe, dass ich diese Faszination, die mich vor allem bei einem längeren Buch in den Bann zieht, nun wieder mein Leben bereichern wird.

Autorin sein, bedeutet jedes Hoch und Tief seiner Protagonisten zu durchleben. Ich bin gespannt, was mich in meiner neuen Geschichte erwartet. Beim letzten Mal, haben meine Protagonisten sich am Ende zu einem anderen Schluss entschieden als ich. Das war sehr intensiv. Schreiben ist sehr intensiv!

Bucht Malta

Malta – ein Reisebericht (sehr alt – heute schreibe ich um einiges besser)

Hallo Ihr Lieben,

jetzt schreibe ich etwas seltener, denn es ist weiter zum Internet.

Wir haben im Moment viele Stürme und häufig regen. Trotzdem blühen hier schon die Bananen und während die einen Orangenbäume schon überreife Früchte tragen, tragen die anderen weiße Blüten, die aussehen wie geöffnete Schneeglocken und einen betörend süßen Duft von Jasmin und Honig verbreiten. Die Stürme wehen die Blüten auf die Straßen und verteilt ihren Duft. Jetzt blühen auch die letzten dieser wunderschönen lila Judasbäume, ganze Alleen leuchten in dieser Farbe. Ein sehr interessant geformtes Kraut, dass hier viele Bodenflächen überzieht und aussieht als wäre es aus einem Harry Potter Roman raus gewachsen, hat riesen pinke Blumen bekommen. Es trägt den wunderschönen Namen „Mittagsblume“. Und ich habe einen Baum mit roten Riesenblumen entdeckt.

Dazu habe ich bemerkt, dass das Meer wirklich jeden Tag eine andere Farbe hat. Von meinem Hügel laufe ich jetzt oft morgens kurz nach Sonnenaufgang runter zur Stadt und sehe nur Meer bis zum Horizont. Wenn der Himmel stahlgrau ist, sieht das Meer aus wie gebürsteter Edelstahl.  Wo die Wolken aufreisen, ist das Meer hellgrau bis eisblau. Wenn nur ein winziger Funken rot im Morgenhimmel ist, leuchtet das ganze Meer rot-orange-pink. Hier kann man wohl endlose Studien zu den Meerfarben machen.

Jeden Morgen diskutiere ich mit einer österreichischen Auswanderin, die schon lange hier ist, wie Malta auf uns wirkt. Und wir sind der festen Überezeugung, dass alle nord- und mitteleuropäischen Auswanderer sich hier am Anfang unwohl fühlen und sich über vieles aufregen, dass hier nicht gut läuft. Aber nach einiger Zeit (wohl mindestens drei Monate) gewöhnt man sich daran und entspannt sich. Dann lässt man locker und erkennt die schönen Seiten Maltas. Gut, dass ich nicht noch viel länger bleibe, sonst ginge es mir wie den anderen und ich würde nicht mehr weg wollen.

Es scheint Orte zu geben, an denen das Glück wohnt. Die Malteser sind nach der neuesten schwedischen Statistik die glücklichsten Menschen auf der Welt (trotz der vielen Ungerechtigkeiten). Letztes Jahr hatte, wenn ich mich recht erinnere, mit Island auch eine Insel gewonnen, die voller Naturschönheit ist.

Erstens ist das Inselleben komplett anders als das Leben auf einem Kontinent mit Nachbarländern – und zwar in jeder Hinsicht.

Zweitens bin ich mir sicher, dass die Menschen die Schönheit und die Farben des Meeres in sich aufnehmen. Sie saugen mit jedem Blick diese intensiven Farben in sich ein und reflektieren sie dann nach außen. Hier ist nicht nur die Malerei hauptsächlich blau und kunterbunt wie die wilde Blumenwelt, sondern auch die Häuser, Autos, Straßen. Hier haben alle Fenster  leuchtend rote, blaue oder grüne Fensterläden und eine Holztür in der gleichen Farbe. Es gibt kaum graue Betonbrücken oder Betonklötze.  Wie schön würden wohl selbst die grauesten und hässlichsten Städte Deutschlands aussehen, wenn wir alle unseren Häuser mit knallbunten Fensterläden und Türen versehen würden, wenn wir die Brückenpfeiler bunt anmalen würden und selbst die Betonbrücken? In Deutschland habe ich mich schon immer gewundert, warum alles so grau sein muss und alle grau-metallic, silbergraue, weiße und schwarze Autos fahren. Solche Farben fahren hier fast nur die mittel- und nordeuropäischen Ausländer. Die meisten Autos sind kunterbunt. Viele haben einen bunten kitschigen Altar an ihrer Hauswand und gestalten ihre privaten Wohnzimmerfenster wie kleine Schaufenster mit bunten Vorhängen und Figuren im Fenster. Hier ist die ganze Welt bunt und das ist ein Ausdruck, den das Meer mit seinen tausend leuchtenden Farben in die Menschen pflanzt. Ich habe schon fast etwas Angst nach Hause zu kommen. Zum Glück ist meine Wohnung in Farbe, wie alle wissen, die schon mal da waren. Sonst müsste ich gleich depressiv werden, wenn ich wieder nach Deutschland komme.

Liebe Grüße aus Malta

Isa

Leos Reise

Vom Glück das eigene Buch in Händen zu halten

Es ist schon ein verrücktes und erhabenes Gefühl ein gedrucktes Buch von sich nach Jahren der Arbeit in Händen zu halten. Ich gebe jetzt zu, dass ich es den ganzen Tag in der Handtasche mit mir rumtrage, und voll das Grinsen auf dem Gesicht habe.

Mir fiel ein riesen Stein vom Herzen, als ich sah, dass mein Buch bestellbar ist, als ich es in Händen hielt. Man hat so viel investiert und gekämpft. Und fünf Überarbeitungen sind ein Kampf, dass kann ich euch sagen. Da mag man das eigene Buch nicht mehr so sehr, wenn man es so oft überarbeiten und ausbessern muss, wenn man sich tagelang wegen heikler Fragen und Charaktere oder unlogischer Stellen den Kopf zerbricht.

Ich war so freudig, dass ich meinen Urlaub direkt nach der Veröffentlichung geplant hatte. Ich musste raus und einfach so viel anderes machen, dass ich den Druck und Stresse der letzten Wochen vergessen konnte und es hat geholfen. Ich habe eine Woche nicht nach meinen Statistiken oder Verkaufszahlen, Rankings usw geschaut. Ich habe einfach vergessen, dass ich gerade ein Buch veröffentlicht habe.

Kaum zurück in Deutschland, kam auch schon die Buchlieferung. Seit dem, liegt eines immer in der Handtasche. Nein! Ich zeige es nicht jedem! Ich will zwar, aber ich reiße mich zusammen;-) Das wäre irgendwann dann nervend für die anderen, das weiß ich.

Jetzt schmiede ich Pläne für die Zukunft:

9 Projekte, die ich noch im August anfangen und teilweise umsetzen möchte:

  1. mehr bloggen
  2. ein neues Stop-Motion-Video drehen, dass ich schon geplant habe
  3. das zweite eBook fertig stellen: reines eBook – Kinderbuch
  4. beim dritten Kinderbuch endlich den Illustrator beauftragen
  5. ein Märchenbuch zusammen mit einer Freundin raus bringen, dazu werden wir gegenseitig im August unsere Texte lektorieren und ich werde dann wohl illustrieren…. vermutlich….wenn ich mich traue!
  6. beim vierten Kinderbuch suche ich noch einen Illustrator!
  7. einige neue Formate für meinen Blog und den Blog einer Freundin entwerfen und probieren
  8. vielleicht fange ich an, einen zweiten Teil zu Leo zu schreiben, das offene Ende schreit nach einer Fortsetzung
  9. Ich werde erste Lesungen geben, organisieren und mich um weitere bewerben!